Mexiko: Im Fall Ayotzinapa tut sich was

Der Ort Ayotzinapa im Bundesstaat Guerrero, Mexiko, hat weniger als 100 Einwohner*innen, beherbergt aber ein Lehrerseminar für Grundschullehrkräfte, die Normal Rural Raúl Isidro Burgos de Ayotzinapa. Teil dieses Seminars waren auch die 43 Studierenden, die am 26. September 2014 gewaltvoll verschwundenlassen worden waren. Sie waren auf dem Weg zu einer Demonstration in Mexiko-City als sie auf Polizisten trafen.

Bis heute konnte man nur den Tod von drei Studierenden der 43 nachweisen. Es fehlen Spuren, die Aufklärung ist löchrig. Aber es tut sich was. Am 4.3.26 und 5.3.26 berichteten Reuters, dpa und Amnistía Internacional México (auf Instagram) davon, dass das mexikanische Militär nun gezwungen würde, fehlende Akten rauszugeben. Laut Reuters habe das Militär bisher die Existenz der Akten verneint. Ein Gericht bestimmte nun über die Herausgabe der Akten. In dpa-Berichten vom 5.3.26 wird die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum zitiert. Sheinbaum sagte laut dpa-Nachricht, dass sie von dem Beschluss bisher nichts wüsste und diesen prüfen würde und dann darüber informieren.

Laut der mexikanischen Organisation Fundar stammte der Gerichtsbeschluss vom Gericht Poder Judicial de la Federación (PJF). Wie das Militär mit dem Beschluss umgehen wird, Dokumente herauszugeben, von denen sie behaupteten, sie nicht zu haben, wird die Zukunft zeigen.

Schon vor dem Amtsantritt von Claudia Sheinbaum 2024 hatten sich die Eltern der 43 Studierenden erst mit dem damals noch amtierenden Präsidenten Andrés Manuel López Obrador (Amlo) und danach mit der angehenden Präsidentin Sheinbaum getroffen. Nach Berichten von Amerika21 waren die Angehörigen hoffnungsvoller im Kontakt mit Sheinbaum als mit Amlo.

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